Tanzen bis der Arzt kommt

Wer kennt sie nicht? Diese Momente, in denen die Emotionen komplett durch die Decke gehen. Das sind die Situationen, in denen Laufen oder Reden bei mir nicht mehr helfen.

Bei mir sind es vor allem die Momente, in denen ich unfairen Angriffen ausgesetzt bin. Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch und versuche immer mich weiterzuentwickeln. Wenn ich dann unerwartet heftigen und substanzlosen VorwĂŒrfen ausgesetzt bin, wurmt das doch sehr in mir.

NatĂŒrlich versuche ich, die Emotionen zu kontrollieren. Je ruhiger ich dann mit der Situation umgehe, desto mehr rebelliert es in mir. Da bildet sich etwas in mir, was meiner Gesundheit nicht gut tut und sich vor allem so gar nicht gut anfĂŒhlt.

Verschiedene Wege

Eine Möglichkeit ist das Drangsalieren eines Boxsackes, um die störenden Emotionen kontrolliert rauszulassen. Eine andere: in den Wald gehen und schreien. Ich habe mich schon oft gefragt, wie sich das anfĂŒhlt. Meine Hemmungen waren bisher aber zu groß, um das auch tatsĂ€chlich auszuprobieren. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Tiere und Pflanzen viel zu sehr mag, um ihnen dieses Schockerlebnis anzutun.

Die einfachste und schnellste Möglichkeit: Tanzen bis der Arzt kommt, wobei das bitte nicht allzu wörtlich genommen werden sollte. Wichtig hierbei ist ein – zumindest vorĂŒbergehend – einsamer und störungsfreier RĂŒckzugsort, damit es nicht zu höchstpeinlichen Begegnungen kommt. Außerdem sollte nichts Zerbrechliches in Reichweite stehen.

Laut und wild

Ich brauche dann laute Musik mit harten Beats (z.B. „Buleria“ von David Bisbal, „Yeah“ von Usher, „On the Floor“ von Jennifer Lopez und vor allem „Get-A-Way“ von Maxx). Um Familie und / oder Nachbarn zu schonen, empfehlen sich im Zweifelsfall Kopfhörer.

Musik aufdrehen und los geht’s
 Die einzelnen Gliedmaßen werden dann solange in alle Richtungen geschmissen, bis sich die störenden Emotionen aufgelöst haben bzw. weggeschleudert wurden.

FrĂŒher oder spĂ€ter geht mir dann irgendwann die Luft aus und die Gelenke schmerzen. Aber wenn ich dann in mich reinfĂŒhle, geht es mir 
 viel besser. Dann wird möglichst gechillt. Und am nĂ€chsten Tag wird die Angelegenheit mit frischer Kraft und klarem Kopf sachlich geklĂ€rt.

Man kann es auch einfach mit dem Song „Okay!“ von O.K. sagen (bei dem mich ĂŒbrigens nichts mehr auf dem Stuhl hĂ€lt): „Also das Allerschönste, was FĂŒĂŸe tun können ist .. TANZEN.“

Oder aber mit der Band Walk the Moon: „Shut up and dance“ 
 💃

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